Glücklich in Freiheit leben und trotzdem Geld verdienen. Wie machst du das?

Diese Frage höre ich immer wieder, von meinen Seminarteilnehmern und Marketingkunden. In Deutschland erlebe ich es eher so, dass man einen Beruf hat, in dem man jeden Tag vier bis mindestens acht Stunden tätig ist. Viele arbeiten im selben Beruf von der Ausbildung bis zur Rente. So habe auch ich es jahrelang gelebt. Das ist allerdings schon sehr lange Zeit her. Relativ schnell, in der Mitte meiner 20er Jahre, merkte ich, dass mich diese "Stempeluhrkultur" krank machte, psychisch wie physisch. Damals habe ich mich auf die Suche nach anderen Möglichkeiten des Lebens und Arbeitens gemacht.

Sicherheit? Die bekommst du eher durch kleine Schritte

Mir war es immer wichtig, nur berechenbare Risiken einzugehen. Wir haben z.B. jahrelang Kinder über eine Heimeinrichtung aufgenommen. Diese Arbeit war völlig sinnerfüllt für mich, und trotzdem konnte ich Zuhause arbeiten und mir Freiräume schaffen, um nebenher meine Praxis für Klangcoaching aufzubauen oder ein Studium zu beginnen. Zu viel finanzieller Druck hätte diese Projekte eher im Keim erstickt. Natürlich war das viel Arbeit. Aber diese Arbeit hat mir viel Freude gemacht. Und Enthusiasmus ist ein unglaublich gutes und gesundes Gefühl!

Viele kleine Teile im Lebensmosaik machen den Erfolg

Mittlerweile lebe ich ja auf der griechischen Insel Ikaria. Hier sind die Menschen noch sehr ursprünglich. Die Ikarer sagen: "Nur der ist arm, der nur eine Arbeit hat." Hier ist es tatsächlich so, dass die Menschen verschiedenen Tätigkeiten nachgehen, da sie nur von einer Arbeit nicht leben könnten und das gefällt den meisten auch so, da es ihnen Abwechslung bietet.

Mir geht es da genau so. Ich liebe es in meinen Seminaren mit den Klängen zu arbeiten, Geschichten zu schreiben, zu malen, Mantren mit den Klangschalen zu singen, Menschen in ihrem Klangmarketing zu unterstützen und auch noch unser Olivenöl in Deutschland zu verkaufen. Nur von einer dieser Tätigkeiten könnte ich nicht leben. Aber das würde ich auch gar nicht wollen. Jedes ist ein Teilchen in meinem Lebensmosaik.

Wahrscheinlich arbeite ich deutlich mehr als 8 Stunden am Tag, aber es kommt mir nicht so vor, da ich es gerne tue. Samstag oder Sonntag gibt es bei mir nicht. Wenn ich eine gute Idee habe, möchte ich sie auch auf das "virtuelle Papier" bringen (meine Kunden wissen was ich meine ;-) ).

Die Illusion von den materiellen Notwendigkeiten

Noch eine weitere Lebensweisheit habe ich von den Ikarern gelernt. Wenig Besitz kann glücklich machen! Die Menschen hier arbeiten nur so viel, wie sie tatsächlich zum Leben brauchen. Und man glaubt gar nicht, wie wenig das, realistisch betrachtet, ist. Wir haben die ersten zwei Jahre hier auf der Insel, gemeinsam mit Kind und Hund, in einem Appartment von 25 qm gelebt. Es war so unfassbar, aber es hat uns an nichts gefehlt (siehe hier). Mittlerweile ist unser Reich auf 70 qm angewachsen. Ein Palast, im Vergleich zu vorher ;-)

 

Wenn ich heute nach Deutschland komme, merke auch ich, wie ich durch das unglaubliche Angebot an Möglichkeiten und materiellen Dingen, schnell verführt werde, Geld auszugeben. Eine ehemalige Dozentin von mir sagte einmal: überlege dir bei jedem Teil, das du kaufen möchtest, wie lange du dafür arbeiten musst. Dann entscheide, ob es dass wert ist.

 

Ich glaube unsere Sehnsucht danach, unseren Seelenweg zu gehen, ist es wert auf ein paar (oder auch mehr) von diesen Dingen zu verzichten. Es ist eine Entscheidung für den Wert unseres Lebens den wir treffen!

 

 

Hier findest du noch weitere Beiträge zum Thema "Die Kraft der Sehnsucht"

 

Du hast Lust mehr darüber zu erfahren? Meine nächsten Seminare findest du hier

 

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Kommentare: 2
  • #1

    Bärbel Messmer (Sonntag, 25 November 2018 21:40)

    Vielen Dank für diesen tollen Bericht! Ich kann da viel für mich selbst rausziehen... ich bin gerade auch an dem Punkt, etwas ändern zu wollen. Gründe dafür gibt es viele... ich bin gespannt, wie sich mein Weg abzeichnen wird �

  • #2

    Anna Avramidou (Montag, 26 November 2018 09:19)

    Liebe Bärbel, es freut mich sehr, dass du vielleicht die ein oder andere Inspiration für dich mitgenommen hast! Ich wünsche dir ganz viel Mut, Kraft und dass dich das Glitzern der Liebe und deines offenen Herzens auf deinem Weg begleitet. Alles Liebe, Anna